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Patienteninformation

Gut informiert vor und nach einem Eingriff

Was ist zu tun vor/nach Ihrer Endoprothetik-Operation?

Eine Operation zum Gelenkersatz (Endoprothetik) an Hüfte oder Knie ist ein wichtiger Schritt zur Verbesserung Ihrer Lebensqualität und Beweglichkeit. Damit Sie sich sicher fühlen und optimal auf Ihren Eingriff sowie die Zeit danach vorbereitet sind, haben wir hier alle wichtigen Informationen für Sie zusammengestellt. Wir begleiten Sie auf diesem Weg – von der Vorbereitung über den stationären Aufenthalt bis zur Rehabilitation. Bitte klären Sie offene Fragen zu dieser Patienteninformation im Rahmen Ihrer Behandlung mit dem medizinischen Fachpersonal.

1. Vorbereitung auf Ihre Operation

Eine sorgfältige Vorbereitung ist entscheidend für den Erfolg Ihrer Operation. Dazu gehören auch gezielte Hygienemaßnahmen, um das Infektionsrisiko zu minimieren.

Infektionsschutz: Ihre wichtige Vorbereitung zu Hause

Warum ist das wichtig?

Unsere Haut und Schleimhäute sind natürliche Barrieren, besiedelt von vielen nützlichen Bakterien. Allerdings tragen bis zu 40% aller gesunden Erwachsenen auch sogenannte Staphylokokken auf der Haut und insbesondere im Nasenvorhof. Diese Bakterien sind eine häufige Ursache für Wundinfektionen nach Operationen.

Händewaschen in der Klinik

Unsere Maßnahme für Ihre Sicherheit

Um das Risiko einer solchen Infektion – das wir bereits auf einem sehr niedrigen Niveau halten – weiter zu senken, bitten wir Sie um Ihre Mithilfe. Sie erhalten von uns spezielle Produkte:

  • Eine antibakterielle Waschlotion
  • Ein antibakterielles Nasen-Gel

Diese Produkte enthalten einen chemischen Wirkstoff (kein Antibiotikum!), der die Besiedelung mit Staphylokokken reduziert. Sollten Sie wissen, dass Sie auf den Wirkstoff oder andere Inhaltsstoffe (siehe Packungsbeilage) überempfindlich reagieren, verwenden Sie die Produkte bitte nicht und informieren Sie uns umgehend!

Anwendung - So geht's:

Beginnen Sie bitte 2 Tage vor Ihrer geplanten Operation:

  • Morgens: Duschen oder waschen Sie sich ausschließlich mit der antibakteriellen Waschlotion. Tragen Sie das antibakterielle Nasen-Gel im Nasenvorhof auf.
  • Abends: Tragen Sie das antibakterielle Nasen-Gel erneut im Nasenvorhof auf.

Wichtig: Bitte bringen Sie die Waschlotion und das Nasen-Gel zur stationären Aufnahme mit!

Am Tag der Operation:

  • Morgens: Duschen oder waschen Sie sich nochmals ausschließlich mit der antibakteriellen Waschlotion. Tragen Sie das antibakterielle Nasen-Gel im Nasenvorhof auf.

Anwendung der Waschlotion

  1. Reiben Sie Ihren gesamten Körper und Ihre Haare gründlich mit der Waschlotion ein.
  2. Lassen Sie die Lotion eine Minute einwirken.
  3. Spülen Sie sich anschließend gründlich mit Wasser ab.

Anwendung des Nasen-Gels

  1. Tragen Sie mit einem Wattestäbchen eine ausreichende Menge Gel auf die innere Fläche beider Nasenvorhöfe auf.
  2. Drücken Sie die Nasenflügel von außen leicht zusammen und massieren Sie das Gel sanft ein, um es gleichmäßig zu verteilen.

2. Stationäre Aufnahme: Was Sie wissen und mitbringen sollten

Für einen reibungslosen Ablauf Ihrer Aufnahme und einen angenehmen Aufenthalt bitten wir Sie, an folgende Dinge zu denken:

Checkliste

Dokumente

  • Stationärer Einweisungsschein (vom Haus- oder Facharzt)
  • Versichertenkarte
  • Aktueller Medikamentenplan (mit Ausstellungsdatum!)
  • Kontaktdaten von Angehörigen/Bezugspersonen
  • Falls vorhanden: Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung, Allergiepass, Narkoseausweis, Herzschrittmacherausweis, BEtreuungsausweis etc. 

Persönliches

  • Ihre gewohnten Pflegeutensilien (Zahnbürste, Seife, etc.)
  • Bequeme Nachtwäsche und legere Tageskleidung (z.B. Jogginganzug)
  • Rutschfeste Hausschuhe
  • Morgenmantel (wenn gewünscht)
  • Sportkleidung
  • Festes Schuhwerk oder Turnschuhe
  • Eventuell vorhandene Hilfsmittel (z.B. Orthesen, Gehstützen)
  • Hörgeräte und Brille
  • Etwas zur Unterhaltung (Lektüre, Handy, Tablet etc.)
  • WLAN ist verfügbar, TV kann gebucht werden
  • Für Ihren Klinikaufenthalt stellen wir Handtücher bereit. Wenn Sie direkt im Anschluss in eine Rehaklinik gehen, können Sie gerne auch eigene Handtücher für die Reha mitbringen.

Medikamente

  • Bitte bringen Sie die von uns erhaltene Waschlotion und das Nasen-Gel zur stationären Aufnahme mit!
  • Bitte bringen Sie alle Medikamente, die Sie regelmäßig einnehmen, in der Originalverpackung sowie einen aktuellen Medikamentenplan mit. Dies ist besonders wichtig, wenn Sie direkt in die Reha wechseln. Während Ihres Aufenthalts bei uns können wir Sie in der Regel mit Ihren Medikamenten versorgen; bei seltenen Präparaten kann es jedoch zu Bestellzeiten kommen.

3. Während Ihres Klinikaufenthalts: Operation und erste Schritte

Ihr Aufenthalt bei uns ist darauf ausgerichtet, Ihnen die bestmögliche Versorgung und einen schnellen Start in die Genesung zu ermöglichen.

Aufnahme und Operationstag

  • Aufnahme: Die Aufnahme erfolgt meist am Nachmittag vor der Operation. Nach einer erneuten Blutentnahme können Sie Ihr Zimmer beziehen.
  • Am Operationstag: Sie können morgens nochmals duschen (mit der Spezial-Waschlotion!). Das Pflegepersonal informiert Sie rechtzeitig über den geplanten OP-Zeitpunkt. Bitte haben Sie Verständnis, falls sich die Reihenfolge aus medizinischen Gründen kurzfristig ändern muss. Ihre Sicherheit hat immer Vorrang.

Die ersten Tage nach der Operation: Mobilisation und Schmerzmanagement

Besonderheit: Wechseloperation einer Endoprothese

Manchmal muss eine Endoprothese aus verschiedenen Gründen ausgetauscht werden (Wechseloperation): 

  • Individuelle Nachbehandlung: Die Nachbehandlung nach einer Wechseloperation ist nicht standardisiert, da die Ausgangsbedingungen sehr unterschiedlich sein können. Sie wird individuell auf Ihre spezifische Situation angepasst.
  • Transparente Information: Wir werden Sie vor und nach der Operation detailliert über die geplante Nachbehandlung, mögliche Bewegungseinschränkungen und die erlaubte Belastbarkeit informieren.

Unterstützung und Fortschritte

  • Haben Sie zu Beginn etwas Geduld: Fortschritte stellen sich manchmal nur langsam ein – das ist normal! Vertrauen Sie auf die Unterstützung durch unser Physio- und Pflegeteam. Mit täglichen Übungen gewinnen Sie Sicherheit und Vertrauen.
  • Nutzen Sie die vorhandenen Hilfsmittel: Alle notwendigen Hilfsmittel (Toilettensitzerhöhung, Greifzange, Anziehhilfen etc.) erhalten Sie bei Bedarf von uns.

4. Nach der Operation: Entlassung und wichtige Hinweise für Zuhause

Die Zeit nach der Operation ist entscheidend für eine gute Heilung und die Wiederherstellung Ihrer Mobilität.

Klinikaufenthalt und Übergang in die Reha

  • Aufenthaltsdauer: Rechnen Sie mit etwa sieben Tagen Klinikaufenthalt. Die genaue Dauer hängt von Ihrer individuellen Erholung, der Wundheilung und dem Schmerzniveau ab.
  • Anschlussheilbehandlung (Reha): In der Regel organisieren wir für Sie eine stationäre oder ambulante Rehabilitationsbehandlung im Anschluss an die Entlassung. Falls Sie zwischen Klinik und Reha einige Tage nach Hause möchten, sprechen Sie uns bitte an.
  • Entlassungsunterlagen: Sie erhalten Ihre Röntgenbilder auf CD sowie Kopien des Entlassbriefes (enthält u.a. Infos zur OP, aktuelle Medikation, Laborwerte).

Wichtige Hinweise für die Zeit nach der Entlassung

  • Wundversorgung: Das Naht- oder Klammermaterial wird ca. 12-14 Tage nach der OP entfernt, meist in der Rehaklinik oder im ambulanten Rehazentrum. Bis dahin sollten Sie keine Thermalbäder besuchen.
  • Thromboseprophylaxe: Die zur Vorbeugung von Blutgerinnseln eingeleitete Medikation (meist Spritzen oder Tabletten) muss für insgesamt 6 Wochen nach der Operation fortgeführt werden.
  • Medikamentenempfehlungen: Ibuprofen entsprechend der Empfehlung im Arztbrief (sofern Sie Ibuprofen vertragen) zusammen mit einem Magenschutzpräparat. Wir empfehlen die Einnahme morgens und abends für 6 Wochen nach der OP.
  • Schwellungsmanagement: Bei anhaltender Schwellung passen wir Ihnen ggf. schon im Krankenhaus oder in der Reha einen Kompressionsstrumpf an.
  • Kontrolltermin: Vereinbaren Sie am besten schon vor Ihrer Entlassung einen Kontrolltermin bei uns in der Ambulanz oder bei unseren Kooperationspartnern, ca. 6 Wochen nach der Operation.
  • Belastung im Alltag: Vermeiden Sie das Heben und Tragen schwerer Lasten (über 5-10 kg) in den ersten 3 Monaten.
  • Prothesenpass: Sie erhalten einen Prothesenpass mit den Daten Ihrer Implantate. Bewahren Sie diesen gut auf und führen Sie ihn immer bei sich. Er ist bei Notfällen oder späteren Arztbesuchen wichtig.

5. Die Rehabilitationsphase: Aktiv zurück in den Alltag

Die Anschlussheilbehandlung (AHB, Reha) ist ein wesentlicher Bestandteil Ihrer Genesung. 

  • Ziele: Im Vordergrund stehen weitere Verbesserungen der Gelenkbeweglichkeit, der Muskelkraft und des Gangbildes.
  • Training: Gezielte Bewegungsübungen und Muskelaufbau sind zentral. Haben Sie Geduld – durch die Arthrose haben sich Muskulatur und Gangbild oft über Jahre verändert. Konsequentes Training zahlt sich aus!
  • Eigentraining: Führen Sie das Training idealerweise auch nach der Reha selbstständig weiter. Tägliche Eigenübungen verbessern das Ergebnis deutlich.
  • Autofahren: Sie dürfen wieder Autofahren, sobald Sie sich persönlich sicher fühlen und die volle Kontrolle über Ihr Bein haben (ausreichend Kraft, Reaktion, Beweglichkeit). Dies ist meist nach Abschluss der Reha der Fall, kann aber individuell variieren.

Wir sind für Sie da!

Ihr Wohlbefinden und Ihre Sicherheit stehen für uns an erster Stelle. Unser erfahrenes Team aus medizinischem und therapeutischen Personal sowie unsere Pflegekräfte begleitet Sie während des gesamten Prozesses. Zögern Sie nicht, Fragen zu stellen – sei es bei der täglichen Visite, im Gespräch mit dem Pflegepersonal oder beim Abschlussgespräch vor der Entlassung.